König der Burgen, Burg der Könige

Vajdahunyad

Die Burg Vajdahunyad

Die frühe Geschichte der berühmten Burg ist eng mit dem Aufstieg der Hunyadi-Dynastie verbunden. Das Gut wurde von Sigismund von Luxemburg dem Schulzen Vajk gestiftet und wurde damals einfach Hunyad genannt. Es war nichts weiter als eine verfallene Befestigung, daher baute die Familie Vajk hier am Fluss Zalasd zuerst eine Steinburg. Später nahmen sie den Namen Hunyadi an. Das Gebäude, das als Mittelpunkt des Landgutes diente, wurde von Vajks Sohn János Hunyadi zu der heute noch bestehenden Burg ausgebaut. Während seiner Regentschaft wurde das Landgut von seiner Frau Erzsébet Szilágyi geführt. Die Burg war nie Ort ernsthafter militärischer Kämpfe, was ein großes Glück ist, denn obwohl sie auf einem Hügel über dem Fluss erbaut wurde und über einen guten Überblick über die Umgebung verfügt, ist ihre strategische Lage alles andere als ideal für die Verteidigung.

Veränderungen und ein Großbrand

Im Jahr 1618 wurde sie von der Familie Bethlen (dem Familienzweig aus Iktár) übernommen, die sie mit Außenbefestigungen modernisierte. Nach der Familie Bethlen besaßen Imre Thököly und später der Fürst von Siebenbürgen, Mihály Apafi II, die Burg. Im Jahr 1725 ging die Burg an die Schatzkammer und diente als kaiserlicher Amtssitz. Das letzte Mal wurde sie während des Hóra-Aufstandes von 1784 für militärische Zwecke genutzt, als ein Großteil der Adligen des Komitates hier Schutz vor den Leibeigenen fanden. Während seines Besuchs im Jahr 1807 ordnete König Franz I. die Renovierung der Burg an, doch die Arbeiten wurden im Jahr 1818 von einem Brand durch einen Blitzschlag gestoppt. Im Jahr 1854 war die Burg Sitz die Kreisämter, als erneut Feuer ausbrach und sie beinahe völlig abbrannte.

Vom Jagdschloss zum Denkmal

Im Jahr 1868 wurde die Restaurierung durch einen öffentlichen Beitrag - ein Geschenk des ungarischen Volkes an den damaligen Thronfolger Erzherzog Rudolf - wieder aufgenommen. Die "Restaurierung" unter der Leitung von Ferenc Schulz und später Imre Steindl war weit von einer Restaurierung mit wissenschaftlichen Anspruch entfernt: Obwohl es die Zielsetzung war, zum mittelalterlichen gotischen Stil zurückzukehren und gleichzeitig es gleichzeitig zu einem Jagdschloss umzuwandeln, wurden viele Teile der Burg zerstört und neue Elemente hinzugefügt. Ab 1907 versuchte István Möller, diese Schäden mit wissenschaftlich begründeten Restaurierungsarbeiten zu beheben, doch wegen des Ersten Weltkriegs musste er seine Arbeit im Jahr 1916 einstellen. Das Schloss wurde zwischen 1956 und 1968 restauriert und erhielt dadurch sein heutiges Aussehen, die Erhaltung seiner Substanz erfordert jedoch kontinuierliche Arbeiten.

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